{"id":18,"date":"2010-03-25T02:09:09","date_gmt":"2010-03-25T01:09:09","guid":{"rendered":"http:\/\/vompisterhof.de\/?page_id=18"},"modified":"2011-03-31T12:21:27","modified_gmt":"2011-03-31T10:21:27","slug":"krankheiten","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.vompisterhof.de\/?page_id=18","title":{"rendered":"Krankheiten"},"content":{"rendered":"<p>Zecken<\/p>\n<p>Vorkommen und Befall<\/p>\n<p>Ein Irrglaube, woher er auch immer gekommen sein mag, hat sich festgesetzt: die Zecke l\u00e4sst sich wie ein lauernder Vampir von den B\u00e4umen fallen, sobald ein leckeres Opfer sich in der Fall-Linie befindet. Das stimmt so nicht. Zecken leben in Bodenn\u00e4he. Sie lauern auf Gr\u00e4sern, Str\u00e4uchern und im Unterholz. Auch im eigenen Garten, auf Wiesen, in Parks und Feldrainen sind sie anzutreffen. Sie setzen sich durch Vorbeistreifen an Str\u00e4uchern oder Geb\u00fcsch in Wald und Flur, im Gr\u00fcnen auf unsere Kleidung bzw. auf das Fell des Hundes. Von dort aus suchen sie sich eine warme Stelle, wo sie sich festhalten. Sie bet\u00e4uben die Stelle mit einem Biss, erst dann stechen sie zum Blutsaugen zu. So erkl\u00e4rt sich auch, wieso der Biss weder vom Tier noch vom Hund bemerkt wird.<br \/>\nZecken ben\u00f6tigen f\u00fcr ihre Entwicklung Blut von S\u00e4ugetieren, z.B. Igel, M\u00e4use, Rehe, aber auch das Blut von Menschen ist ihnen willkommen.<br \/>\nDiese Entwicklung l\u00e4uft in mehreren Stadien ab, wobei f\u00fcr jede Weiterentwicklung eine Blutmalzeit erforderlich ist. Stadium:<\/p>\n<p><strong>EI\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 LARVE\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 NYMPHE\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 ZECKE <\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Larve, Nymphe und ausgewachsene Zecke sind dabei mit blossem Auge kaum zu unterscheiden &#8211; spielt an sich auch keine Rolle, ausser dass die Infizierung mit den Borelliose-Bakterien von Stadium zu Stadium prozentual zunimmt und damit auch die \u00dcbertragungsgefahr auf Mensch und Tier gr\u00f6sser wird.<\/p>\n<p>Ein weiterer Irrglaube bezieht sich auf das jahreszeitliche Vorkommen von Zecken. Zecken kann es das ganze Jahr geben, wenn die Temperaturen entsprechend sind. Die Zecke kennt n\u00e4mlich keinen Kalender. Alles was sie braucht sind anhaltende Temperaturen von mindestens +5 Grad Celsius in Bodenn\u00e4he, und schon kann sie ihre Aktivit\u00e4ten entwickeln. Solche Temperaturen sind nat\u00fcrlich am wahrscheinlichsten in den Monaten M\u00e4rz bis Oktober, wodurch sich hier auch der Zeckenbefall vermehrt zeigt.<\/p>\n<h1>Vorbeugung gegen Zeckenbefall<\/h1>\n<p>Nat\u00fcrlich ist die einfachste Methode der Vorbeugung die Vermeidung von Gebieten, in denen Zecken sich typischer Weise aufhalten. Also z.B. Geb\u00fcsche, hochwachsende Gr\u00e4ser etc. Aber das l\u00e4sst sich nat\u00fcrlich nicht immer vom Spaziergang ausschliessen.<\/p>\n<p>Zur Verminderung des Infektionsrisikos aber sollten Hunde und Katzen nach jedem Freilauf gr\u00fcndlich abgesucht und von den drei bis vier Millimeter gro\u00dfen, schwarz oder braun gef\u00e4rbten Zecken befreit werden. Haben die Blutsauger ihre Opfer erreicht, sind sie oft mehrere Stunden auf der Wirtsoberfl\u00e4che unterwegs, um eine geeignete Ansaugstelle zu finden. Bevorzugt werden gef\u00e4\u00dfreiche, d\u00fcnnh\u00e4utige Stellen an Kopf, Hals, Schulter und Achsel. Auch bereits in der Haut verankerte Zecken k\u00f6nnen noch erfolgreich an der Erreger\u00fcbertragung gehindert werden. <strong>Die Speichelsekretion beginnt fr\u00fchestens zwei Stunden nach dem Ansaugen. <\/strong><\/p>\n<p>Neben der manuellen Zeckenabwehr kommen in der tier\u00e4rztlichen Praxis speziell gegen Zecken gerichtete Wirkstoffe zur Anwendung. Diese Arzneimittelzubereitungen in Form von <strong>Halsb\u00e4ndern, Puder, Spray, Tropfl\u00f6sung oder Badefl\u00fcssigkeit k\u00f6nnen Haustiere in zeckenreichen Arealen wirksam sch\u00fctzen.<\/strong> So genannte Hausmittel sind nicht immer zuverl\u00e4ssig, k\u00f6nnen aber unterst\u00fctzend bei der Vorbeugung sein. Am bekanntesten ist hier der Einsatz von Knoblauch, entweder in Form von Futterzugabe (pulverisiert oder klein gehackt) oder auch als &#8218;Parf\u00fcm&#8216; in Form von Einreiben mit einer Mischung aus Wasser und Knoblauchpulver.<\/p>\n<p>Wer mit seinem Hund eines der Mittelmeerl\u00e4nder, Norditalien, die S\u00fcdschweiz oder Ungarn bereisen will, sollte die Zeckenbek\u00e4mpfung ganz oben auf den Urlaubsplaner setzen. In diesen L\u00e4ndern wird der Erreger der Babesiose durch Zecken \u00fcbertragen. Im Mittelmeerraum ist zudem eine Doppelinfektion mit dem Erreger der Ehrlichiose m\u00f6glich.<\/p>\n<h1>Wie werden Zecken entfernt?<\/h1>\n<p>Wenn Sie eine Zecke entdecken, so k\u00f6nnen sie diese auf folgende Weise entfernen:<\/p>\n<p>Ergreifen Sie die Zecke mit einer Pinzette oder Zeckenzange (in Apotheken erh\u00e4ltlich) so nahe an der Haut wie m\u00f6glich. <strong>Versuchen Sie nicht, die Zecke mit den Fingern zu fassen<\/strong>, auch wenn sie gro\u00df genug dazu erscheint. Das Quetschen der Zecke, vor allen Dingen des Hinterleibes, f\u00fchrt dazu, dass erregerhaltige Fl\u00fcssigkeit direkt in die Bisswunde gedr\u00fcckt wird. Ziehen Sie die Zecke mit einer leichten Drehbewegung, langsam und gleichm\u00e4\u00dfig heraus.<br \/>\nTupfen Sie die Stelle mit einem <strong>Desinfektionsmittel<\/strong>, wie Jod oder Alkohol, ab. Wenn Sie Teile der Zecke nicht entfernen konnten, suchen Sie sofort den Tierarzt auf. Wenn Sie Angst haben die Zecke zu entfernen, suchen Sie ebenfalls den Arzt auf.<\/p>\n<h2>Wichtiger Hinweis:<\/h2>\n<p>Vergessen Sie alle fr\u00fcher angewendeten Mittel zum Entfernen einer Zecke, z.B. mit \u00d6l betr\u00e4ufeln oder mit Uhu-Klebmittel verkleben. Die Zecke bekommt Angstzust\u00e4nde und erbricht ihren Darminhalt mit evtl. Borrelien-Bakterien in die Bi\u00dfstelle.<\/p>\n<h2>A c h t u n g :<\/h2>\n<p>Wenn sich nach einem Zeckenbiss eine ringf\u00f6rmige R\u00f6tung zeigt, sofort den Arzt aufsuchen. Die R\u00f6tung ist ein eindeutiger Hinweis auf eine Borrelien-Infektion. Hier ist vorsorglich eine Antibiotika-Therapie angesagt.<\/p>\n<h1>Borreliose und FSME<\/h1>\n<p>Ihre Opfer, V\u00f6gel, S\u00e4ugetiere und den Menschen, sch\u00e4digen die Zecken nicht allein durch Blutentzug. Bis zu 20 Prozent dieser Parasiten sind mit dem Erreger der so genannten Lyme-Borreliose infiziert, den sie beim Saugakt mit abgesondertem Speichel auf ihren Wirt \u00fcbertragen. Die Borreliose (auch Lyme-Borreliose oder Lyme-Disease) wird durch ein schraubenf\u00f6rmiges Bakterium verursacht, das im Inneren der Zecke lebt und beim Stich von der Zecke auf andere S\u00e4ugetiere \u00fcbertragen werden kann.<\/p>\n<p>An der Lyme-Borrelliose k\u00f6nnen Mensch und Hund erkranken. <strong>Gelenkentz\u00fcndungen mit schmerzenden Gliedma\u00dfen und Bewegungsst\u00f6rungen sowie zeitweiliges Fieber mit gest\u00f6rtem Allgemeinbefinden kennzeichnen das Krankheitsbild.<\/strong> Bei Katzen sind die Krankheitsanzeichen noch wenig bekannt. Doch auch ihr Abwehrsystem muss sich mit dem Erreger auseinandersetzen. Dies zeigen Blutuntersuchungen, die auch zur Diagnose der Erkrankung durchgef\u00fchrt werden.<\/p>\n<p>Im Mittelmeerraum ist zudem eine Doppelinfektion mit Borreliose und dem Erreger der <strong>Ehrlichiose <\/strong>m\u00f6glich. In beiden F\u00e4llen handelt es sich um Blutparasiten, die ein bis drei Wochen nach der \u00dcbertragung Fiebersch\u00fcbe mit gest\u00f6rtem Allgemeinbefinden, Blutarmut und Blutharn ausl\u00f6sen k\u00f6nnen. Im fortgeschrittenen Krankheitsstadium entsteht Blutarmut. Treten solche Krankheitszeichen nach einer Urlaubsreise auf, sollte der behandelnde Tierarzt auf den vorangegangenen Auslandsaufenthalt aufmerksam gemacht werden.<\/p>\n<h2>Verlauf der Borreliose:<\/h2>\n<p>(aus der Human-Medizin)<\/p>\n<p>Die Krankheit wird in verschiedene Stadien eingeteilt:<br \/>\n<strong>Stadium l: (Fr\u00fchstadium)<\/strong><br \/>\nNach dem Biss der Zecke entwickelt sich bei ca. 50% der Betroffenen eine ringf\u00f6rmige Hautr\u00f6tung um die Bissstelle, das so genannte Erthema chronicum migrans. Diese Hautver\u00e4nderungen k\u00f6nnen gr\u00f6\u00dfer und gr\u00f6\u00dfer werden, bis sie ganze K\u00f6rperpartien umfassen. In den meisten F\u00e4llen verschwindet die Hautr\u00f6tung von alleine. Sie ist aber ein sicherer Hinweis auf eine Infektion mit dem Bakterium &#8218;Borrelia burgdorferi&#8216;.<br \/>\nSehr h\u00e4ufig wird diese Hautver\u00e4nderung von grippe- \u00e4hnlichen Beschwerden, wie erh\u00f6hter K\u00f6rpertemperatur, Schwei\u00dfausbr\u00fcchen, Abgeschlagenheit, Gelenk- und Muskelschmerzen begleitet. Dies ist ein Hinweis darauf, dass sich der Erreger \u00fcber die Blutbahn im K\u00f6rper ausgebreitet hat.<\/p>\n<p>Nun spricht man vom:<br \/>\n<strong>Stadium II: (Wochen bis Monate nach Infektionsbeginn) <\/strong><br \/>\nWenn eine Infektion in diesem Stadium nicht behandelt wird, siedeln sich die Bakterien in verschiedenen K\u00f6rperteilen an. Die Bakterien bleiben nur ganz kurz in der Blutbahn, so schnell wie m\u00f6glich setzen sie sich in den Organen fest. Die Borrelien haben eine Vorliebe f\u00fcr bestimmte Organe, besonders die Gelenke, Muskeln und B\u00e4nder haben es ihnen angetan, sie verursachen dort Entz\u00fcndungen. Sensibilit\u00e4tsst\u00f6rungen wie Taubheitsgef\u00fchl, Brennen und Kribbeln sind in jedem K\u00f6rperteil m\u00f6glich.<br \/>\nAuch im Nervensystem treiben sie ihr Unwesen, es kann zu Nervenentz\u00fcndungen, wie unertr\u00e4glichen neuralgische Schmerzen, die vor allem in der Nacht auftreten k\u00f6nnen. L\u00e4hmungserscheinungen sind keine Seltenheit.<\/p>\n<p><strong>Stadium III: (Monate bis Jahre nach Infektionsbeginn) <\/strong><br \/>\nDieses Stadium ist durch rheumatische Beschwerden, wie chronische Gelenk- und Muskelentz\u00fcndungen, sowie durch Hautver\u00e4nderungen gekennzeichnet. Da die Krankheit in Sch\u00fcben verl\u00e4uft und auch noch nach Jahren Beschwerden verursachen kann, ist sie in ihrer Erscheinungsform beim Menschen der Multiplen Sklerose (MS) sehr \u00e4hnlich.<\/p>\n<h2>FSME<\/h2>\n<p>Bisher galt landl\u00e4ufig die Meinung, Hunde k\u00f6nnten zwar unter Umst\u00e4nden an der Borreliose erkranken, nicht aber an FSME (Fr\u00fchsommer-Meningonzephalitis). Damit wurde jetzt aufger\u00e4umt. Bei der FSME handelt es sich um eine Viruserkrankung des Zentralnervensystems, die ebenfalls beim Zeckenstich \u00fcbertragen wird. Anders als die Erreger der Borreliose kommen die FSME-Viren nur in bestimmten Regionen Europas vor. Diese Gebiete werden &#8218;Endemiegebiete&#8216; genannt und schon seit geraumer Zeit genauestens registriert. Wer wissen will, ob er in einem Endemiegebiet lebt, oder in ein solches reisen will, kann dies bei seinem Hausarzt, Tierarzt oder Apotheker erfragen.<br \/>\nDass die FSME auch f\u00fcr den Hund gef\u00e4hrlich ist, konnte ein Pathologe der Universit\u00e4t Wien nun beweisen, indem er das Virus im Gehirn erkrankter Hunde nachgewiesen hat. Auch Untersuchungen aus dem s\u00fcddeutschen Raum belegen das FSME-Risiko f\u00fcr den Hund.<br \/>\nDie Erkrankung verl\u00e4uft beim Hund meist so dramatisch, dass der Besitzer seinen Hund nur noch durch das Einschl\u00e4fern von seinem Leiden erl\u00f6sen kann.<\/p>\n<p>Vorbeugung gegen Barreliose<\/p>\n<p>Ausnahmsweise ist der Hund einmal im Vorteil gegen\u00fcber dem Menschen: F\u00fcr ihn gibt es n\u00e4mlich einen Impfstoff gegen Borreliose &#8211; f\u00fcr den Menschen immer noch nicht.<\/p>\n<p>Das Impfverfahren gegen Zecken-Borreliose:<\/p>\n<p>Geimpft werden k\u00f6nnen sowohl erwachsene Hunde &#8211; einschlie\u00dflich tr\u00e4chtiger H\u00fcndinnen &#8211; als auch Welpen (ab 12. Lebenswoche).<\/p>\n<p>Erstimpfung<br \/>\nUm einen ausreichenden Impfschutz zu erreichen, muss Ihr Hund zweimal im Abstand von 3 bis 5 Wochen geimpft werden.<\/p>\n<p>Der optimale Impfzeitpunkt<br \/>\nliegt in der kalten Jahreszeit (von Oktober bis Februar). Dadurch wird rechtzeitig vor dem Aktivwerden der Zecken ein Impfschutz aufgebaut. Ein Impfbeginn ist aber das ganze Jahr \u00fcber jederzeit m\u00f6glich und sinnvoll.<\/p>\n<p>Wiederholungsimpfungen<br \/>\nZur Aufrechterhaltung des Impfschutzes muss Ihr Hund sp\u00e4testens 1 Jahr nach der Grundimmunisierung erneut geimpft werden. Weitere Wiederholungsimpfungen sind ebenfalls in j\u00e4hrlichem Abstand f\u00e4llig.<\/p>\n<p>Bei besonders hohem Infektionsrisiko, z.B. h\u00e4ufiger Aufenthalt in zeckenreichen Gebieten f\u00fcr Zecken besonders &#8218;attraktiver&#8216; Hund Jagdgebrauchshund wird empfohlen, den Impfschutz halbj\u00e4hrlich aufzufrischen (zus\u00e4tzliche Mittsommerimpfung).<\/p>\n<p><strong>KONGENITALES VESTIBULARSYNDROM<\/strong><\/p>\n<p><strong>Das <strong>Kongenitale Vestibularsyndrom<\/strong> (auch <em>Kongenitales Vestibul\u00e4rsyndrom<\/em>) ist eine seltene <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Erbkrankheit\">Erbkrankheit<\/a> bei <a title=\"Haushund\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Haushund\">Hunden<\/a> und <a title=\"Hauskatze\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Hauskatze\">Katzen<\/a> infolge einer <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Fehlbildung\">Fehlbildung<\/a> des <a title=\"Gleichgewichtsorgan\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Gleichgewichtsorgan\">Gleichgewichtsorgans<\/a> im <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Innenohr\">Innenohr<\/a>. Sie \u00e4u\u00dfert sich in Kopfschiefhaltung, Koordinationsst\u00f6rungen und h\u00e4ufig auch <a title=\"Taubheit (Ohr)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Taubheit_(Ohr)\">Taubheit<\/a>.<\/strong><\/p>\n<p>Das Kongenitale Vestibularsyndrom tritt bei einigen Rassen geh\u00e4uft auf. Vermutet wird ein autosomal-<a title=\"Rezessiv\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Rezessiv\">rezessiver<\/a> <a title=\"Erbgang (Biologie)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Erbgang_(Biologie)\">Erbgang<\/a>. Bei Hunden sind vor allem Akita-Inu, <a title=\"English Cocker Spaniel\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/English_Cocker_Spaniel\">Cocker Spaniel<\/a>, <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Deutscher_Sch%C3%A4ferhund\">Deutscher Sch\u00e4ferhund<\/a>, <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Dobermann\">Dobermann<\/a> und <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Tibet-Terrier\">Tibet-Terrier<\/a>, bei Katzen <a title=\"Burma-Katze\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Burma-Katze\">Burma-Katzen<\/a> und <a title=\"Siamkatze\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Siamkatze\">Siamkatzen<\/a> betroffen.<\/p>\n<p>Betroffene Tiere zeigen eine Fehlbildung des <a title=\"Gleichgewichtsorgan\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Gleichgewichtsorgan\">Gleichgewichtsorgans<\/a> mit fehlenden oder missgebildeten <a title=\"Statolith\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Statolith\">Statolithen<\/a> sowie h\u00e4ufig auch eine <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Degeneration\">Degeneration<\/a> der <a title=\"Haarzelle\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Haarzelle\">Haarzellen<\/a> des <a title=\"Corti-Organ\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Corti-Organ\">Corti-Organs<\/a> in der <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/H%C3%B6rschnecke\">H\u00f6rschnecke<\/a>.<\/p>\n<p>Die Erkrankung zeigt erste Symptome innerhalb des ersten Lebensmonats. Dabei treten <a title=\"Torticollis\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Torticollis\">Kopfschiefhaltung<\/a> und Gleichgewichtsst\u00f6rungen mit Neigung zum Umfallen und leichten <a title=\"Ataxie\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ataxie\">Bewegungsst\u00f6rungen<\/a>. Meist tritt gleichzeitig eine ein- oder beidseitige Taubheit auf, die durch einen H\u00f6rtest oder eine Hirnstammaudiometrie nachgewiesen werden kann. Ein Augenzittern (<a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Nystagmus\">Nystagmus<\/a>) tritt, im Gegensatz zu den meisten anderen Gleichgewichtserkrankungen, nicht auf, allerdings l\u00e4sst sich oft auch kein physiologischer Nystagmus ausl\u00f6sen.<\/p>\n<p>Die Diagnose l\u00e4sst sich anhand der Rasse- und Alterspr\u00e4disposition und dem klinischen Bild stellen.<\/p>\n<p>Eine Behandlung ist nicht m\u00f6glich. Der Krankheitsverlauf ist sehr variabel. Zumeist stellt sich ab dem 2. Lebensmonat eine Besserung ein, da die Funktionsst\u00f6rung des Gleichgewichtsorgans durch andere Sinne (<a title=\"Visuelle Wahrnehmung\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Visuelle_Wahrnehmung\">Gesichtssinn<\/a>, <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Propriozeption\">Propriozeption<\/a>) ausgeglichen wird, so dass trotz Taubheit ein weitgehend beschwerdefreies Leben m\u00f6glich ist. Betroffene Tiere sollten allerdings von der Zucht ausgeschlossen werden.<\/p>\n<p>(Quelle: Wikipedia 31.03.2011)<\/p>\n<p>Erfahrungsbericht aus meinem Zwinger vom Januar 2011:<\/p>\n<p>Ich dachte, da\u00df einer meiner Welpen ein solches Syndrom h\u00e4tte. Er wurde daraufhin behandelt, aber leider trat\u00a0keine Besserung ein. Die, von mir sehr gesch\u00e4tzte, neue Welpenbesitzerin brachte mich dann auf die Idee, den Welpen einer Tierheilpraktikerin vorzustellen, was wir dann auch gemacht haben. Diese hat sofort festgestellt, da\u00df der Welpe kein Vestibularsyndrom hatte, sondern einen Geburtsschaden im Halswirbelbereich, den sie bei der ersten Behandlung hat beheben k\u00f6nnen. Heute ist der Welpe v\u00f6llig in Ordnung. Dies zeigt einmal mehr, da\u00df man alle M\u00f6glichkeiten aussch\u00f6pfen muss, um einem Hund zu helfen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zecken Vorkommen und Befall Ein Irrglaube, woher er auch immer gekommen sein mag, hat sich festgesetzt: die Zecke l\u00e4sst sich wie ein lauernder Vampir von den B\u00e4umen fallen, sobald ein leckeres Opfer sich in der Fall-Linie befindet. 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